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Änderungen 2018 (Zusammenstellung)

Steuernachrichten für 2018

Auch wenn der große Wurf einer Steuerreform nach wie vor auf sich warten lässt, gibt es dennoch eine ganze Reihe von Änderungen, auf die wir uns einstellen müssen.

Inzwischen sind die Änderungen in die Steuertipps eingearbeitet, so dass die Auflistung der Änderungen praktisch als Zusammenstellung betrachtet werden kann.

Das ändert sich:

  • Grundfreibetrag erhöht
  • Kinderfreibeträge, Kindergeld
  • Absetzbare Beiträge in Basis-Rentenversicherung
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter, neue Grenze
  • Termin für die Steuererklärung 2018
  • Neue Fondssteuer (InvStG)
  • Höchstbetrag bei Betriebsrenten von 4 % auf 8 %
  • Betriebliche Altersversorgung bei Geringverdienern
  • Höhere Grundzulage für Riester-Sparer
  • Elektrofahrzeuge, Strom vom Arbeitgeber steuerfrei
  • Permanenter LStJA für kurzfristig Beschäftigte
  • Sachlohn bei betrieblichen Veranstaltungen
  • Firmenwagen, Zuzahlungen des Arbeitnehmers
  • Abzug von Scheidungskosten
  • Kampf gegen die Steuer-Mafia

◊ Grundfreibetrag erhöht

Durch Gesetz v. 20.12.2016 sind die Grundfreibeträge für 2017 und 2018  erhöht worden. Zum  Abbau der sog. kalten Progression ist eine weitere Rechtsverschiebung aller übrigen Tarif-Eckwerte für 2017 um 0,73 % und für 2018 um 1,65 % erfolgt.

Tarifentwicklung

  2017 2018
Grundfreibetrag 8.820 € 9.000 €
Eingangssteuersatz 14 % 8.821 € bis 13.769 € 9.001 bis 13.996 €
Progressionszone 14 bis 42 % 13.770 € bis 54.057 € 13.997 bis 54.949 €
Spitzensteuersatz 42 % 54.058 € bis 256.303 € 54.950 bis 260.532 €
Reichensteuer 45 % ab 256.304 € 256.533 €

◊ Kinderfreibeträge / Kindergeld

Eltern erhalten entweder Kindergeld (§§ 62 bis 78 EStG) oder den Abzug von Kinderfreibeträgen bei der Steuer (§ 32 Abs. 6 EStG). Was günstiger ist, stellt das Finanzamt bei der Veranlagung zur Einkommensteuer fest (§ 31 EStG / Familienleistungsausgleich).

Kinderfreibeträge / Kindergeld 2017 2018
Kinder- + Betreuungsfreibetrag 7.356 € 7.428 €
Kindergeld: 1. bis 2. Kind  192 €  194 €
                   3. Kind   198 €  200 €
                   Ab 4. Kind  223 €  225 €

◊ Absetzbare Beiträge in Basis-Rentenversicherung

⇒    Höchstbeträge Basis-Altersversorgung

Der Höchstbetrag für Beiträge zur Basis-Altersversorgung (Zeile 4 bis 10 der Anlage Vorsorgeaufwand) ist an die Werte der knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt.

Der Höchstbeitrag ergibt sich anhand des Beitragssatzes  der knappschaftlichen Rentenversicherung von 24,8 % / 24.7 % ( Wert für 2017 / 2018) und der knappschaftlichen Beitragsbemessungsgrenzen von 94.200 € / 96.000  (Wert für 2017 / 2018 Alte Bundesländer) und von 84.000 € / 85.800 ( Wert für 2017 / 2018 Neue Bundesländer).

⇒   Übersicht

Übersicht zu den Höchstbeträgen 2017 2018
Beitragsbemessungsgrenzen Knappschaft Rentenversicherung    
Alte Bundesländer 94.200 € 96.000 €
Neue Bundesländer 84.000 € 85.800 €
Beitragssatz Knappschaft Rentenversicherung 24.8 % 24.7 %
Höchstbetrag für Alleinstehende*    
a) Alte Bundesländer 23.362 € 23.712 €
a) Neue Bundesländer 20.832 € 21.193 €
b) Geleistete Beiträge in Basis-Rentenversicherung z. B. 13.735 € 13.735 €
Der niedrigere Betrag ist maßgebend / a) oder b) 13.735 €  13.735 € 
Davon 84 % /  86 % (2017 / 2018) 11.538 €  11.812 €
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◊ Geringwertige Wirtschaftsgüter, neue Grenze

Die Anschaffungskosten von Wirtschaftsgütern (Gegenständen / Arbeitsmittel) mit einer Nutzungsdauer von mehr als einem Jahr waren bisher sofort absetzbar, wenn sie nicht mehr als 410 € netto (487.90 € brutto) betragen haben. Diese Grenze ist ab 1.1.2018 auf 800 € netto (952 € brutto) erhöht worden (§ 6 Abs. 2 EStG).

◊ Abgabefristen für die Steuererklärung 2018

Es macht einen Unterschied, ob Sie zur Abgabe verpflichtet sind oder freiwillig eine Steuererklärung abgeben, weil Sie sich davon einen Steuervorteil versprechen.

Übersicht

Wenn Sie zur Abgabe verpflichtet sind:  Bis 31. Juli  2019
Wenn sie nicht zur Abgabe verpflichtet sind: Bis 31. Dez. 2022
Wenn Sie die Festsetzung der Arbeitnehmer-Sparzulage beantragen: Bis 31. Dez. 2022
Wenn Sie beantragen, einen Verlust festzustellen: Bis 31. Juli  2019

→ Steuerberaterfrist maßgebend

Für die Pflichtabgabe Ihrer Steuererklärung haben Sie 14 Monate Zeit.

Die steuerberatenden Berufe einschließlich der Lohnsteuerberatungsvereine haben für die Pflichtabgabe der Steuererklärungen ihrer Mandanten Frist bis zum 28. Februar des zweiten Folgejahres, also bis zum 28.02.2020 für die Steuererklärung 2018. 

Diese Frist gilt nun gerechterweise auch für diejenigen Steuerzahler, die nicht steuerlich beraten werden. Wer, ohne steuerlich beraten zu sein, seine Steuererklärung bis dahin abgegeben hat, muss keinerlei Nachteile befürchten, erst recht nicht die Festsetzung von Verspätungszuschlägen.

◊ Neue Fondssteuer ab 1.1.2018

Das InvStG unterscheidet künftig zwischen drei voneinander unabhängigen Besteuerungssystemen:

1. Publikumsfonds; 2. Spezialinvestmentfonds mit bis zu 100 Anlegern; 3. Investment-KGs mit Gesellschaften als Anleger.

Publikumsfonds

Für Privatpersonen sind interessant die Regelungen zu Publikumsfonds. Bislang war die Gesellschaft steuerfrei, nun fällt eine Körperschaftsteuer von 15 % und Gewerbesteuer an. Die Besteuerung der Fonds-Gesellschaft und die der Anleger sind voneinander getrennt. Die Ausschüttungen an die Anleger sind teilweise steuerfrei (§ 20 InvStG).

Mehr im Beitrag Anlage KAP Zeile 07/2.

◊ Höchstbetrag bei Betriebsrenten steigt 2018 von 4 % auf 8 %

Der steuerfreie Höchstbetrag für Beiträge an Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktversicherungen wird von derzeit 4 % auf 8 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (West) angehoben. Gleichzeitig wird der bisherige steuerfreie zusätzliche Höchstbetrag von 1.800 € abgeschafft (§ 3 Nr.63 EStG).

Bei einer Beitragsbemessungsgrenze für 2018 von 78.000 € erhöht sich somit das steuerfreie Volumen von bisher 4.848 € (Kalenderjahr 2017) auf 6.240 € im Jahr 2018.

In der Sozialversicherung bleibt es indessen weiterhin nur bei 4 % der Beitragsbemessungsgrenze.

Beispiel:

Ein Arbeitnehmer zahlt 6.000 € in eine Direktversicherung. Der Beitrag ist in voller Höhe steuerfrei, da unter 6.240 €, aber lediglich in Höhe von 3.120 € beitragsfrei in der Sozialversicherung.

◊ Verbesserungen bei der Riester-Rente

Die Grundzulage wird ab 2018 von 154 € auf 175 € erhöht (§ 84 EStG). Hierdurch soll für Geringverdiener ein größerer Anreiz geschaffen werden, etwas für die eigene Altersversorgung zu tun.

◊ Betriebliche Altersversorgung bei Geringverdienern

Ab 2018 wird ein Förderbetrag für den Arbeitgeber zur kapitalgedeckten Altersversorgung (z. B. in eine Direktversicherung) von Geringverdienern im ersten Dienstverhältnis eingeführt. Begünstigt sind somit nur Arbeitnehmer mit den Steuerklassen I bis V, nicht mit Steuerklasse VI (§ 100 Abs. 1 EStG). Besonders für Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen soll eine Versorgungslücke geschlossen werden.

Durch Einschränkung auf das erste Dienstverhältnis wird sichergestellt, dass ein Arbeitnehmer die Förderung nicht mehrfach in Anspruch nehmen kann. Bei Arbeitgeberwechsel (nacheinander) kann es indessen zu einer Mehrfachförderung kommen.

Gefördert werden Geringverdiener, weil sie über keine ausreichenden Mittel verfügen, sich eine auf Entgeltumwandlung basierende betriebliche Altersversorgung (§ 3 Nr. 63 EStG) aufzubauen. Geringverdiener in diesem Sinne sind Arbeitnehmer, deren laufender Arbeitslohn im Zeitpunkt der Förderleistung nicht mehr als 2.200 € monatlich beträgt (§ 100 Abs. 3 EStG). Unberücksichtigt bleiben dabei steuerfreie Lohnbestandteile (Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit), Sachbezüge, die unter die 44 € - Grenze fallen oder nach §§ 37a und b, 40 und 40b EStG pauschal besteuerter Arbeitslohn.

Praktische Abwicklung

Gefördert werden Beiträge des Arbeitgebers von mindestens 240 € bis höchstens 480 € im Kalenderjahr. Der Förderbetrag beträgt im Kalenderjahr 30 % dieses Arbeitgeberbeitrags, also mindestens 72 € bis höchstens 144 €. Der Zuschuss wird dem Arbeitgeber durch Verrechnung mit der von ihm abzuführenden Lohnsteuer gewährt (§ 100 EStG).

◊ Förderung der Elektromobilität

Erlaubt der Arbeitgeber das Aufladen eines privaten Elektrofahrzeugs oder eines Hybridelektrofahrzeugs des Arbeitnehmers im Betrieb des Arbeitgebers, ist diese Leistung steuerfrei (§ 3 Nr. 46 EStG).

◊ Permanenter Lohnsteuer-Jahresausgleich

Beim sog. permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleich wird ein kurzfristig hoher Lohn für die Berechnung der Lohnsteuer auf einen längeren Zeitraum umgelegt (§ 39b Abs. 2 Satz 12 EStG). Das senkt den Durchschnittsverdienst und den Steuersatz. Das Ergebnis ist ein höheres Nettoeinkommen für die Zeit der Beschäftigung.

Arbeitgeber können ab 2018 beantragen, auch bei kurzfristig Beschäftigten mit Steuerklasse VI den permanenten Lohnsteuerjahresausgleich durchzuführen (§ 39b Abs. 2 Satz 13 bis 16 EStG). Voraussetzung ist unter anderem, dass die Dauer der Beschäftigung 24 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigt.

Beispiel:

Frau A steht in einem regulären Arbeitsverhältnis mit Steuerklasse I. Während ihres Urlaubs im September verdingt sie sich mit Steuerklasse VI für 3 Wochen als Bedienung auf einem Volksfest. Während dieser Zeit erhält sie als Arbeitslohn 4.500 €. Ohne den permanenten Lohnsteuerjahresausgleich würde sie bei der Berechnung der Lohnsteuer nach Steuerklasse VI so gestellt, als würde sie jeden Monat 4.500 € verdienen, aufs Jahr gerechnet also 54.000 €.

Für den Beschäftigungsmonat September würden somit ca. 1.322 Lohnsteuer zuzüglich Annexsteuern anfallen. Die sehr hohen einzubehaltenden Lohnsteuern könnten erst im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung korrigiert / erstattet werden. Durch die Anwendung des permanenten Lohnsteuerjahresausgleichs kann der einmalig im September erzielte Lohn so besteuert werden, als sei er auf mehrere Monate verteilt angefallen. Das wären 375 € Bruttolohn mit 43 € Lohnsteuer in Steuerklasse VI.

◊ Sachlohn bei Veranstaltungen


 

Incentive-Veranstaltungen dienen der Mitarbeiter-Motivation. Die aus den Aufwendungen des Arbeitgebers resultierenden geldwerten Vorteile (touristisches Programm) sind für die teilnehmenden Arbeitnehmer grundsätzlich steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Von den Incentive-Veranstaltungen sind abzugrenzen die betrieblich veranlassten Veranstaltungen. Dazu zählen fachliche Besprechungen, Produktpräsentationen und Fortbildungen. Die Aufwendungen hierfür sind nicht als geldwerte Vorteile der Arbeitnehmer anzusehen (§ 37b EStG; R 8.1 Abs. 8 Nr. 1 LStR).

◊ Firmenwagen, Zuzahlungen des Arbeitnehmers

Nutzungsentgelte und andere Zuzahlungen des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber für die private Nutzung des Firmenwagens mindern den geldwerten Vorteil aus der Privatnutzung. Es mindern nicht nur pauschale Nutzungsentgelte wie feste Geldbeträge oder eine Kilometerpauschale, sondern auch einzelne vom Arbeitnehmer für das Fahrzeug getragene (individuelle) Kosten den nach der 1 %-Regelung ermittelten geldwerten Vorteil (BMF 21.09.2017 – IV C 5 – S 2334). .

Voraussetzung ist eine diesbezügliche arbeitsvertragliche Vereinbarung. Ist diese Voraussetzung erfüllt, können die vom Arbeitnehmer getragenen Aufwendungen, sofern sie zu den >>Gesamtkosten des Fahrzeugs<< gehören, mindernd berücksichtigt werden. Dazu gehören Treibstoffkosten, Kfz-Steuer, Kfz-Versicherung, Wagenpflege / Wagenwäsche, Garagenkosten / Stellplatzmiete, Wartungs- und Reparaturkosten, Ladestrom für ein Elektrofahrzeug. Auch vom Arbeitnehmer getragene Benzinkosten für Urlaubsfahrten gehören dazu.

Nicht dazu gehören indessen Parkgebühren, Mautgebühren, Fährkosten, Insassen- und Unfallversicherung. Begründung: Derartige Kosten gehören nicht zu den Gesamtkosten des Kraftfahrzeugs.

◊ Abzug von Scheidungskosten

Nach § 33 Abs. 2 EStG sind Prozesskosten grundsätzlich vom Abzug als außergewöhnliche Belastungen ausgeschlossen. Sie sind nur anzuerkennen, wenn der Steuerzahler ohne diese Aufwendungen in Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse nicht mehr bestreiten könnte.

Über die Frage, ob dieses Abzugsverbot auch für Scheidungskosten greift, haben einige Finanzgerichte positiv entschieden. Nunmehr hat sich der BFH dagegen ausgesprochen (BFH 18.5.2017 – VI R 9/16): Scheidungskosten sind Aufwendungen für die Führung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) i.S. des § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG. Sie sind durch § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG vom Abzug als außergewöhnliche Belastungen ausgeschlossen. Denn ein Steuerpflichtiger erbringt die Aufwendungen für ein Scheidungsverfahren regelmäßig nicht zur Sicherung seiner Existenzgrundlage und seiner lebensnotwendigen Bedürfnisse.

Kampf gegen die Steuer-Mafia

Die Parteien sind aufgeschreckt, nachdem es den Wählern dämmert, dass Multi-Konzerne sich schamlos auf Kosten der Allgemeinheit bereichern.

1. Aufhebung des steuerlichen Bankgeheimnisses

§ 30a AO, der die Bankkunden immerhin noch schützte, indem Steuerprüfer auf die Kundenkonten keinen Zugriff hatten, ist ersatzlos gestrichen. Jetzt braucht der Fiskus auf das Vertrauensverhältnis zwischen Bank und Kunde keine Rücksicht mehr zu nehmen. Denn diese Rücksichtnahme hat die Beschaffung von Informationen über ausländische Aktivitäten des Bankkunden und Dritter erschwert, so die Begründung für die Streichung des § 30a AO. Künftig können die Finanzämter bei hinreichendem Verdacht (ein Verdacht ist interpretierbar) gegen einen Bankkunden oder gegen ein Dritten, der mit dem Bankkunden in Geschäftsbeziehung steht, die Bank um Auskunft ersuchen (Auskunftsersuchen nach § 93 A0) und Konto- und Depotauszüge verlangen.

2. Abzug von Kosten für Lizenzen etc. erschwert

Lizenzen, Patente, Konzessionen oder Markenrechte lassen sich besonders leicht auf ausländische Rechteinhaber übertragen. Dies hat dazu geführt, dass immer mehr Staaten durch Sonderregelungen (Lizenzboxen, Patentboxen) in einen Steuerwettbewerb mit anderen Staaten getreten sind. So konnten bisher große Konzerne wie Nike, Starbucks, Apple usw. ihre inländischen Gewinne dadurch mindern, indem sie Aufwendungen für Lizenzen, Patente oder Markenrechte (Markennamen) an ausländische Rechteinhaber als Betriebsausgaben absetzen.

Nach der Neuregelung in § 4j EStG sind solche konzerninternen Aufwendungen für Rechteüberlassungen nicht oder nur zum Teil absetzbar, wenn die Zahlung beim Empfänger niedrig besteuert wird. Dies gilt besonders dann, wenn es bei den Rechteinhabern um Gesellschaften ohne substanzielle Geschäftstätigkeit im Inland handelt.

3. Auslandsbeziehungen

Wer eine Firma im Ausland unterhält oder sich daran beteiligt (Beteiligung ab 10 %), muss dies der Steuerverwaltung anzeigen (§ 138 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 AO).

Darüber hinaus müssen inländische Steuerpflichtige auch Geschäftsbeziehungen zu Personengesellschaften, Körperschaften oder Vermögensmassen in Drittstaaten (Staaten außerhalb der EU) anzeigen, die sie mittelbar oder unmittelbar beherrschen (§ 138 Abs. 3 AO).

Der Ablauf der Festsetzungsfrist (Verjährung) ist auf 10 Jahre verlängert (§ 170 Abs. 7 AO). Pflichtverletzungen können mit einem Bußgeld bis zu 25.000 € geahndet werden (§ 379 Abs. 2 AO).

Anzeigepflicht der Banken

Auch Banken müssen künftig von ihnen hergestellte oder vermittelte Geschäftsbeziehungen inländischer Steuerpflichtiger zu Gesellschaften in Drittstaaten (außerhalb der EU) mitteilen (§ 138b AO). Die Mitteilungen müssen nach amtlich vorgeschriebenen Datensatz über amtlich bestimmte Schnittstellen erfolgen (§ 138c AO). So kann die Einhaltung dieser Vorschrift  digitalisiert überwacht werden.