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Tipp 05.3 Risikolebensversicherung / Die Wette auf frühen Tod

Anlage Vorsorgeaufwand Zeile 50

⇒   Risikolebensversicherung

Zu den Risikolebensversicherungen im weitesten Sinne gehören die eigentliche Risikolebensversicherung, Sterbegeldversicherung, die private Unfallversicherung, die Berufsunfähigkeits- bzw. Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Pflegeversicherung, auch die Arbeitslosenversicherung.

Schutz der nächsten Angehörigen

Den Risikoversicherungen ist eigentümlich, dass in den Beiträgen keine Sparanteile enthalten sind. Läuft der Vertrag nach der vereinbarten Zeit aus, ohne dass die Leistung in Anspruch genommen worden ist, gibt es nichts von der Versicherung zurück. Für eine Risikolebensversicherung bedeutet dies, dass schon kleine Beträge ausreichen, um einen hohen Versicherungsschutz zu erreichen. So lässt sich mit etwa 3.00 € im Monat und 10 Jahre Laufzeit eine Leistung im Todesfall ein Schutz der nächsten Angehörigen von 100.000 € erreichen.

⇒     Steuertipp: Über-Kreuz-Versicherung

Wer nicht verheiratet ist, aber in einer Partnerschaft lebt, für den empfiehlt sich bei einer Risikolebensversicherung eine Über-Kreuz-Versicherung. Bei normalen Verträgen kann beim überlebenden Partner Erbschaftsteuer anfallen, die richtig teuer werden kann. Dies wird durch eine Über-Kreuz-Versicherung vermieden.

⇒    Sterbegeldversicherung

Möchten Sie Ihren Kindern oder Enkeln nicht die Kosten Ihrer Beerdigung aufbürden, schließen Sie eine Sterbegeldversicherung ab. Steuerlich gesehen ist sie eine ganz normale Risikolebensversicherung, im Kern aber eine Wette auf frühen Tod.

Haben Sie im Alter von z. B. von 60 Jahren eine Sterbegeldversicherung mit einer Versicherungssumme von 7.500 € abgeschlossen, beträgt der Monatsbeitrag etwa 40 €. Sollten Sie nach einer Wartezeit von etwa zwei Jahren sterben, zahlt die Versicherung an den Begünstigten die volle Versicherungssumme von 7.500 € aus. Sie hätten dann, wenn auch tot, die Wette gewonnen, mit geringem Einsatz von 960 € einen Überschuss von 6.540 € erzielt.

Wer aber alt wird, zahlt häufig drauf. Eine Alternative für die Regelung von „Tag X" wäre z. B., mit einem Sparplan das Geld zu erwirtschaften. Nach 15 Jahren, also bei einem Alter von 75,  wären dann auch 7.500 € auf dem Konto zuzüglich Zinsen. Alle Banken haben entsprechende Angebote.

Nun fragen Sie sich: Gehe ich die Wette ein, vor dem 75. das Zeitliche zu segnen? Vielleicht sagen Sie sich: Topp, die Wette gilt und schließen eine Sterbegeldversicherung ab.

Quelle: § 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG