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Tipp 03.5 Minijob: Rentenversicherung aufstocken

Anlage Vorsorgeaufwand Zeile 6

Minijobber können Vorsorgeaufwendungen geltend machen, wenn sie wegen anderer Einkünfte eine Steuererklärung abgeben. Welche Vorsorgeaufwendungen könnten das sein?

Kranken- und Pflegeversicherung

Durch Beiträge des Arbeitgebers in die Kranken- und Pflegeversicherung erwirbt der Minijobber keine Ansprüche (§ 7 SGB V). Deshalb sind diese Beiträge keine Vorsorgeaufwendungen.

Rentenversicherung aufstocken

Anders ist die Rechtslage für die Rentenversicherung. Egal, ob es sich um einen gewerblichen Minijob oder um einen Minijob Haushalt handelt, sind die Abgaben als Vorsorgeaufwendungen absetzbar.

Der Arbeitgeber zahlt für seinen Minijobber die Rentenversicherung mit einem pauschalen Satz von 15 %. Hinzu kommen 3.6 %, mit denen der Minijobber den Arbeitgeberbeitrag auf den normalen Beitragssatz von 18.6 % (Wert für 2018) aufstockt.

Der Minijobber kann sich jedoch von der Aufstockung befreien lassen.

Wenn Sie derartige freiwillige Beiträge gezahlt haben (einzutragen in Zeile 6), müssen Sie den Arbeitgeberanteil in Zeile 10 eintragen. Er wird mit Ihrem abzugsfähigen Betrag verrechnet.

Mehr dazu unter Minijob-Zentrale.de

Quelle: § 10 EStG