Helfer in Steuersachen

Steuern? Mach ich selbst.

Tipp 35 Beiträge zur Krankenversicherung

Anlage Vorsorgeaufwand Zeile 11, 23, 27, 40

In vollem Umfang absetzbar sind die vom Steuerzahler tatsächlich geleisteten Beiträge zur privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung für eine Absicherung auf sozialhilfegleichem Versorgungsniveau (Basisabsicherung) und zur gesetzlichen Pflegeversicherung.

Ein evtl. vorhandener Arbeitgeberbeitrag, z. B. zur Krankenversicherung, ist nicht begünstigt.

⇒   Basisleistungen in die eigene Krankenversicherung

Die Beiträge sind in voller Höhe absetzbar, wenn sie Basisleistungen betreffen, wohingegen Beitragsteile für Wahlleistungen (z. B. Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, Zahnzusatz, Beihilfeergänzung) nur im Rahmen von Höchstbeträgen, absetzbar sind (§ 10 Abs. 4 EStG).

⇒   Leistungen in eine Krankenversicherung Dritter

Übernehmen Sie als Unterhaltsverpflichteter Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung Ihres getrennt lebenden oder geschiedenen Ehepartners, sind diese Beiträge über den Höchstbetrag für Unterhaltsleistungen von 13.805 € absetzbar (§ 10 Abs. 1a EStG).

Unterstützen Sie unterhaltsberechtigte Personen mit Beiträgen zur Basis-Krankenversicherung, erhöht sich der Unterhaltshöchstbetrag von 9.000 € (Grundfreibetrag / Wert für 2018) um die von Ihnen geleisteten Beiträge zur Krankenversicherung der unterstützten Person (§ 33 a Abs. 1 Satz 2 EStG).

Absetzbar sind Zahlungen an

a) eigene Kinder, für die kein Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibeträge besteht, z. B. für Kinder in Berufsausbildung nach Vollendung des 25. Lebensjahres,

b) Eltern, Großeltern,

c) Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, wenn wegen der eheähnlichen Gemeinschaft Sozialleistungen verweigert oder gekürzt werden,

d) Mutter eines nichtehelichen Kindes des Steuerzahlers.

Quelle: § 10 EStG und § 33a EStG