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Tipp 01.6 Riester auf dem Prüfstand

Anlage AV / Riester

⇒   Riester auf dem Prüfstand

Letztendlich wollen wir für das Riester-Sparen doch eine Lanze brechen: Das Zusammenwirken der Sparbeiträge, der Zulagen und der zu erwartenden Zinsen verschafft Ihnen für eine spätere Zusatzrente eine sehr gute Rendite. 

Das gilt besonders für Personen mit einem geringen Bruttolohn und Familien mit mehreren Kindern. Zudem bieten die Riester-Verträge durch gesetzliche Auflagen eine einzigartige Sicherheit: Alle Einzahlungen samt Zulagen sind gesetzlich garantiert. Kein Investmentbanker kann Ihre Ersparnisse verzocken. Im Rahmen eines Banksparplans sind auch die vereinbarten Zinsen sicher.

Außerdem: Umsteigen ist gesetzlich gewährleistet. Anders als bei sonstigen Sparplänen können Sie ohne Nachteile jederzeit den Anbieter und die Anlageform wechseln.

→ Auf die Rendite kommt es an

Man unterscheidet zwischen der Grundrendite (Rendite durch Sparzulagen) und der Anbieterrendite. Beide zusammen bilden die Gesamtrendite.

Die Grundrendite hängt bekanntlich von den Lebensumständen ab. Sie ist am höchsten bei Geringverdienern und Familien mit mehreren Kindern.

Grundrendite

Wie großzügig die Riester-Regelung insbesondere bei Geringverdienern ist, zeigt die folgende Übersicht. Bereits mit einem Sparbeitrag von (Sockelbetrag 60 € x 2 =) 120 € im Jahr kann ein Geringverdiener-Ehepaar mit zwei Kindern Zulagen in Höhe von (350 € + 600 € =) 950 € beanspruchen.

Übersicht für 2018:

Zulage Alleinst. ohne Kind Alleinst. mit 1Kind Ehepaar ohne Kind Ehepaar* mit 1 Kind
Höhe 175 € 475 € 350 € 650 €

Anbieterrendite

Bei der Anbieterrendite lässt man die Zulagen unberücksichtigt und hier zeigt sich: Seit geraumer Zeit beträgt der Garantiezins neuer Riester-Verträge nur noch 0.9 %. Die Garantie bezieht sich auf die Einzahlungen nach Abzug aller Kosten

Mit Blick auf die Anbieterrendite sollten Sie sich fragen: Welches Riester- Modell und welcher Anbieter gewährleisten die höchste Rendite? Nun kennen wir ein wahres Wort, wonach man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen kann. Bezogen auf die Riester-Modelle bedeutet dies denn auch, dass jede ihre Stärken und ihre Schwächen hat.

Vielleicht kommen Sie am besten zum Ziel, wenn Sie einen Eckwert haben, an dem sich alle Sparformen messen müssen. Dies soll ein Banksparplan sein mit folgenden Daten:

Mindesteigenbeitrag 4 % vom Bruttogehalt 25.000 € 1.000 €
+ Sparzulage 2018 175 €
Jährliche Sparrate 1.175 €

 

 

 

Garantierter Zinssatz 0.9 % in der Laufzeit vom 50. bis zum 60. Lebensjahr = 10 Jahre. Das Endkapital beträgt bei diesen Eckdaten = 12.500 €*. Was bietet Ihnen bei diesen Eckwerten eine Rentensparplan, ein Fondssparplan oder Wohn-Riester? Gehen Sie auf die Pirsch!

*Zinsrechner >>Rechner24.com<<

Quelle: § 10a EStG, §§ 79 bis 99 EStG