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Tipp 80 Flexi-Rentengesetz / Regelaltersgrenze / Hinzuverdienst

Ein Hinzuverdienst kann den Bezug einer Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung schmälern.

Das Flexi-Rentengesetz vom 8.12.2016 soll das flexible Arbeiten bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze erleichtern und das Weiterarbeiten über die Regelaltersgrenze hinaus attraktiver machen.

Hinzuverdienstgrenzen

a) Nach Erreichen der Regelaltersgrenze

Es kann unbegrenzt hinzuverdient werden, ohne dass es zu einer Kürzung der Rente kommt.

b) Vor Erreichen der Regelaltersgrenze

Es besteht Anspruch auf die volle Rente wegen Alters nur, wenn die kalenderjährliche  Hinzuverdienstgrenze von 6.300 € nicht überschritten wird (§ 34 Abs. 2 SGB VI). Dies entspricht einem Einkommen von 525 € im Monat, wenn es über das ganze Jahr hinweg erzielt wird. Die jährliche HInzuverdienstgrenze von 6.300 € gilt auch dann, wenn nicht im ganzen Kalenderjahr gearbeitet wird. 

Wird die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 € überschritten, besteht nur noch ein Anspruch auf eine Teilrente wegen Alters. Dabei wird ab 1.7.2017 ein Betrag von 40 % von dem die kalendermäßige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 € übersteigenden Betrages auf die Rente angerechnet. Dadurch wird die Rente nur um einen Teilbetrag des Hinzuverdienstes gekürzt.

Regelaltersgrenzen in der Rentenversicherung

Wenn Sie wissen möchten, um wie viele Monate Sie länger arbeiten müssen und welche Regelaltersgrenze für Sie gilt, hier eine Übersicht:

Geburts-jahrgang

Anhebung

Monate

Regelaltersgrenze

Jahr

Regelalters-

grenze Monat

vor 1946 0 65 0
1947 1 65 1
1948 2 65 2
1949 3 65 3
1950 4 65 4
1951 5 65 5
1952 6 65 6
1953 7 65 7
1954 8 65 8
1955 9 65 9
1956 10 65 10
1957 11 65 11
1958 12 66 0
1959 14 66 2
1960 16 66 4
1961 18 66 6
1962 20 66 8
1963 22 66 10
ab 1964 24 67 0

Quelle: § 34 SGB VI