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Tipp 07.0 >> Allgemeine Rententipps: Der Rentenskandal

Anlage R

⇒   Der Rentenskandal

Gut gemeint, aber schlecht gelaufen, so lässt sich im Ergebnis zusammenfassen, was ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Jahre 2002 bewirkt hat: Dass die Beamtenpensionen im Vergleich zu den Renten zu hoch besteuert würden.

Dieses Urteil hat der Gesetzgeber zum  Anlass genommen, die Besteuerung der Renten schrittweise so anzuheben, dass sie Renten und Pensionen in etwa gleich hoch besteuert werden.

Mit dem Alterseinkünftegesetz 2005  wurde die Besteuerung der Renten entsprechend angepasst.

⇒   Der Besteuerungsanteil der Altersrente

Die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, der landwirtschaftlichen Alterskasse, einer berufsständischen Versorgungseinrichtung oder einer kapitalgedeckten Rentenversicherung (Rürup-Rente) bestehen in der Übergangsphase von 2005 bis 2039 aus zwei Teilen:

  • Besteuerungsanteil und
  • steuerfreien Anteil als Rentenfreibetrag

Ziel ist die Besteuerung der Renten in voller Höhe, man spricht von einer >>nachgelagerten<< Besteuerung in vollem Umfang. Dementsprechend sind die Beiträge in die Rentenkassen immer höher absetzbar, aber nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen.  Die neue Regelung wird nicht in einem Schritt vollzogen.

Steuerpflicht der Renten

Der steuerpflichtige Anteil der Renten steigt schrittweise von 50 % im Jahre 2005 auf 100 % im Jahre 2040 an. Für jeden in den Jahren nach 2005 hinzukommenden Rentnerjahrgang erhöht sich der Besteuerungsanteil um 2 % bis zum Jahre 2020, ab dem Jahr 2021 um jährlich 1 %, sodass erstmalig im Jahr 2040 die volle Besteuerung erreicht wird.

Bei Renten, die in 2017 begonnen haben, beträgt der Besteuerungsanteil bereits 74 % (§ 22 EStG Tabelle 1). Die höhere Besteuerung drückt sich in einem geringeren Rentenfreibetrag aus.

Absetzbarkeit der Beiträge

Im Gegenzug zur höheren Besteuerung sind ab 2005 höhere Beträge absetzbar, von denen die Rentner aber nicht profitieren.  

Der absetzbare Betrag in die Rentenkassen steigt schrittweise von 60 % im Jahr 2005 jedes Jahr bis zum Jahre 2025 jeweils um 2 % an (§ 10 Abs. 3 EStG. Für 2017 beträgt der absetzbare Teil der Aufwendungen bereits 84 % der Aufwendungen. Zugleich gelten Höchstbeträge. Dazu mehr im Kapitel >>Vorsorgeaufwendungen<<.