Helfer in Steuersachen

Steuern? Mach ich selbst.

Tipp 30 Unterhaltsleistungen sind leider steuerpflichtig, aber...

Anlage SO, Zeile 6

Unterhaltsleistungen, die Sie von Ihrem geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehe- / Lebenspartner erhalten, sind nach § 22 Nr. 1a EStG steuerpflichtig, soweit sie nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG vom Geber mit Ihrer Zustimmung abgezogen werden können. Der Abzugsbetrag und damit auch der steuerpflichtige Betrag sind auf 13.805 begrenzt.

Anlage U

In der Praxis wird die Zustimmung i. d. R. mit dem Vordruck >>Anlage U<< erklärt.

Nur wenn Sie kein steuerpflichtiges Einkommen haben und daher den Unterhaltsbetrag nicht versteuern müssen, kann man eigentlich erwarten, dass Sie die Anlage U ohne Wenn und Aber unterschreiben. Wenn Sie unterschreiben, und daran geht letztendlich kein Weg vorbei (BFH Beschluss vom 25.10.1988 - IX B 163/86), sollten Sie in einem Zusatzpapier einen Ausgleich für die Steuern vereinbaren, die Sie evtl. aufgrund der Unterhaltszahlung leisten müssen oder dies gleich vom Familiengericht feststellen lassen.

Was aber auch vorkommen kann: Die Unterhaltszahlung des Ex-Partners wirkt sich bei ihm wegen geringer Einkünfte steuerlich nicht oder nicht in voller Höhe aus. In diesem Fall seien Sie schlau genug, mit Ihrem Ex-Partner an einem Strang zu ziehen, indem Sie das zweite Kästchen in Teil B der Anlage U ankreuzen und die Zustimmung auf einen bestimmten Teilbetrag begrenzen, den Ihr Ex-Partner anhand seiner Einkünfte berechnet hat. Dies führt dazu, dass nicht der gesamte Unterhaltsbetrag steuerpflichtig ist.

Quelle: § 10 Abs. 1 Nr. 1, § 22 Nr. 1a EStG