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Tipp 060 Bei Verlusten: Den Makel der Liebhaberei vermeiden

Anlage V

Wer mit seiner Immobilie auf Dauer keine Überschüsse anstrebt, dem hängt der Fiskus den Makel der Liebhaberei an mit der Folge: Verluste werden nicht anerkannt.

⇒    Liebhaberei

Liebhaberei im steuerrechtlichen Sinne ist eine Tätigkeit, ohne Einkünfte erzielen zu wollen. Werden Einkünfte erzielt, sind diese zwar nicht zu versteuern, aber Verluste, die generell im Blick des Fiskus stehen, sind nicht absetzbar.

Dabei beruft sich der Fiskus auf § 42 AO, der den Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten verbietet. Verluste werden z. B. nicht anerkannt, wenn ein vermietetes Haus oder eine vermietete Wohnung bereits innerhalb von fünf Jahren nach Erwerb selbst bezogen wird und zwischenzeitlich nur Verluste angefallen sind (BFH-Urt. v. 09.07.2002 - IX R 33/01/NV).

Was tun? Bei Verlusten erst nach fünf Jahren einziehen. Vermeiden Sie den Eindruck, die Vermietung sei nicht auf Dauer angelegt. Sie sollten die beabsichtigte Selbstnutzung dem Finanzamt nicht unbedingt offenbaren. Da kann ein befristeter Mietvertrag schon verräterisch sein.

Quelle: § 42 AO