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Tipp 089 Untervermietung im eigenen Haus

Anlage V Zeile 32

Sogar das möblierte Untervermieten kann steuerpflichtig sein. Wenn Sie ein Einfamilienhaus haben und ein Zimmer z. B. für 250 € im Monat vermieten, das 20 % der gesamten Wohnfläche ausmacht, müssen Sie wie folgt rechnen:

Mieteinnahmen   3.000 €
Gebäudeabschreibung: Herstellungskosten 250.000 €, davon 20 % = 50.000 €, davon 2 % 1.000 €  
Schuldzinsen insgesamt 6.000 €, davon 20 % 1.200 €  
Übrige Werbungskosten    
Laufende Hausunkosten (Strom, Wasser, Müll, Versicherungsbeiträge) insgesamt 3.000 €, davon 20 % 600 €  
Abschreibung auf das Mobiliar z. B. 10 % von 8.000 € 800 €  
Summe der Werbungskosten 2.600 € > 2.600 €
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung   400 €

Sind Sie Arbeitnehmer und sind dies Ihre einzigen Nebeneinkünfte, kommen Sie in den Genuss einer Härteregelung, die besagt, dass Nebeneinkünfte bis 410 € nicht erklärt werden müssen (§ 46 Abs. 3 EStG).

Verluste aus Leerstandszeiten

Leerstandszeiten im Rahmen der Untervermietung einzelner Räume innerhalb der eigenen Wohnung des Steuerpflichtigen sind nicht der Eigennutzung, sondern der Vermietungstätigkeit zuzurechnen. Voraussetzung ist, dass ein solcher Raum nach vorheriger, auf Dauer angelegter Vermietung leer steht und feststeht, dass das vorübergehend leer stehende Objekt weiterhin für eine Neuvermietung bereitgehalten wird (BFH, Urteil v. 22.1.2013, IX R 19/11).

Quelle: § 21 EStG