Helfer in Steuersachen

Steuern? Mach ich selbst.

1.0 Steuererklärung selbst machen

Die Steuererklärung kann per Hand auf Papierformularen oder elektronisch am Bildschirm erstellt werden. Sie besteht aus dem Hauptvordruck und mindestens einer Anlage.

Bei erstmaliger Abgabe stellt sich die Frage: Soll ich einen Angehörigen der steuerberatenden Berufe mit der Abgabe der Steuererklärung betrauen oder mache ich die Steuererklärung selbst? 

Untere Antwort lautet: Nein, machen Sie die Steuererklärung selbst. Mit HELFER IN STEUERSACHEN haben Sie ein Arbeitsbuch zur Hand, dass alle Ihre wichtigen Fragen beantwortet. 

Während Sie am Bildschirm mit ELSTER das Steuerformular ausfüllen, können Sie - einen Click mit der Maustaste entfernt - im HELFER IN STEUERSACHEN nachlesen, was Sie zu der jeweiligen Formularzeile wissen müssen". Einfach genial. 

♦   Die Alternative: Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein 

Wenn Sie einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein mit der Abgabe Ihrer Steuererklärung betrauen, haben Sie zwar weniger Mühe und die Steuererklärung kann ein halbes Jahr später, erst bis Ende Februar des übernächsten Jahres, abgegeben werden. Allerdings haben Sie zusätzliche Kosten.

Lohnsteuerhilfevereine dürfen im Übrigen nur im Rahmen bestimmter Befugnisse tätig werden. Wenn Sie sich an einen Lohnsteuerhilfeverein wenden, kommen Sie finanziell günstiger davon als wenn Sie zum Steuerberater gehen, der nach einer Gebührentabelle abrechnen muss. Ein Lohnsteuerhilfeverein hilft Ihnen aber nur, wenn Sie dort Mitglied werden. Die Leistungen werden als Mitgliedsbeiträge abgerechnet. 

Mehr erfahren: ? "Suchen..." anklicken und den Begriff >Der verlängerte Arm des Fiskus< eintragen.

  • Steuerberatungskosten

Steuerberatungskosten können Sie steuerlich nur geltend machen, wenn und soweit diese durch eine bestimmte Einkunftsart veranlasst sind (BFH-Urteil vom 4. Februar 2010 - X 10/08). Was nicht durch Ermittlung der Einkünfte veranlasst ist, ist Privatsache, einen Steuernachlass gibt es dafür nicht. Dazu gehören die Kosten für Eintragungen in den Hauptvordruck, ebenso in die Anlagen Vorsorgeaufwand, Sonderausgaben, Außergewöhnliche Belastungen, Kind und Sonstiges. Auch die Anlage haushaltsnahe  Aufwendungen und Erbschaft- oder Schenkungsteuer werden dem privaten Bereich zugeordnet.

Steuerberatungskosten im Zusammenhang mit Kapitalerträgen sind ebenfalls nicht abzugsfähig, weil bereits durch den Sparer-Pauschbetrag abgegolten (§ 20 Abs. 9 EStG).

Was ist abzugsfähig?

Haben Sie einen Lohnsteuerhilfeverein oder einen Steuerberater mit der Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung betraut, werden bei der Bearbeitung die Steuerberatungskosten entsprechend den steuerlichen Regelungen berücksichtigt, also die abzugsfähigen Steuerberatungskosten in die Anlagen zum Hauptvordruck übernommen,  z. B. die Steuerberatungskosten für die Anlage N in Zeile 46 bis 48.

Mehr erfahren: ? Suchen anklicken und den Begriff >Steuerberatungskosten< eintragen.

♦   Die bessere Alternative: Selber machen

Wenn Sie die Steuererklärung selber machen, müssen Sie sich zwar persönlich engagieren, auch benötigen Sie bei elektronischer Abgabe am Bildschirm gewisse Fertigkeiten im Umgang mit einem PC. Allerdings machen Sie sich hierdurch von fremder Hilfe unabhängig und Sie sparen Sie doppelt: Sie sparen Steuern und das Beratungshonorar.

Vorteile der elektronischen Abgabe via ELSTER

  • Möglichkeit der Datenübernahme aus dem Vorjahr, ca. 50 % Zeitersparnis 
  • Keine Eingabefehler im Finanzamt
  • Automatische Prüfung der eingegebenen Daten auf Vollständigkeit und Plausibilität
  • Bevorzugte Bearbeitung der Steuererklärung im Finanzamt
  • Sofortige Berechnung der Einkommensteuer
  • Ihre Daten unterliegen dem Steuergeheimnis

♦   Die ersten Schritte

Die erste Steuererklärung ist immer die schwerste, mit der zweiten geht es schon leichter. Denn jede Steuererklärung hat ihre Schwerpunkte. Sind diese erst einmal überwunden, können Sie bei der zweiten Steuererklärung viele Daten aus der ersten in das aktuelle Jahr übernehmen (Datenübernahme). Dies führt im Schnitt zu einer Zeitersparnis von 50 %. Sie überprüfen und ergänzen die bisherigen Daten und nehmen letzte Anpassungen vor und schon sind Sie sind fertig.

Und doch stellt jede Steuererklärung eine gewisse Herausforderung dar. Denn eine Arbeit, die nur einmal im Jahr zu erledigen ist, kann nicht zur Routine werden.

Sie starten ELSTER® und holen sich aus dem "Formularschrank" als erstes den "Hauptvordruck" auf den Bildschirm. Außerdem starten Sie helfer-in-steuersachen.de und rufen aus der Inhaltsübersicht rechts am Bildrand das Kapitel "03 Hauptvordruck" auf. 

Nun können Sie mit einem Click hin und her wechseln, genial einfach.

  • Wahrheitsgemäße Angaben

Was eigentlich selbstverständlich erscheint, steht ausdrücklich im Gesetz: Die Angaben in der Steuererklärung sind wahrheitsgemäß nach bestem Wissen und Gewissen zu machen (§ 150 Abs. 2 AO).

♦   Historie von HELFER IN STEUERSACHEN 

"Helfer in Steuersachen" war von 1936 bis 1972 ein Zweig der steuerberatenden Berufe, zusammen mit den "Steuerbevollmächtigten" und den "Steuerberatern". Die Zulassung zum "Helfer in Steuersachen" wurde von der örtlichen Oberfinanzdirektion erteilt. 1972 wurden "Helfer in Steuersachen", "Steuerbevollmächtigte" und "Steuerberater" zu einem einheitlichen Beruf des Steuerberaters zusammengeführt. Die Berufsbezeichnung "Helfer in Steuersachen" gibt es seitdem nicht mehr.

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