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2.0.5 Mobilitätsprämie Zeile 3

Wer wenig verdient und keine Steuern zahlt, hat in den Jahren 2021 - 2026 Anspruch auf eine Mobilitätsprämie für die Wegstrecke zur Arbeit, die 20 km übersteigt. Die Mobilitätsprämie beträgt für 2021 (14 % von 0.35 €) = 4.9 Cent für jeden km über 20 km hinaus maximal der Betrag des zu versteuernden Einkommens, der den Grundfreibetrag unterschreitet ((§ 105 EStG).

Der Antrag auf die Mobilitätsprämie muss durch Ankreuzen auf dem Hauptvordruck der Einkommenssteuererklärung gestellt werden. Die dazu notwendigen Angaben werden auf der Anlage Mobilitätsprämie gemacht. Zusätzlich ist noch die Abgabe der Anlage N erforderlich. Der Antrag für 2022 kann bis zum 31.12.2026 gestellt werden.

Beispiel: Bei einem zu versteuernden Einkommen von 9.000 € fallen für Ehepartner keine Steuern an, weil der gemeinsame Grundfreibetrag von 19.488 € (§ 32a Abs. 5 EStG / Wert für 2021) nicht überschritten wird. Daher bringt diesen Steuerpflichtigen die Entfernungspauschale nichts. Zum Ausgleich wird dem  berufstätigen Ehepartner, der an 230 Tagen seine 44 km entfernte erste Tätigkeitsstätte aufsucht,  eine Mobilitätsprämie in Höhe von (44 km - 20 km =) 24 km x 230 Wege x 0.35 € = 1.932 x 14 % = 270.48 € gewährt, die an ihn per Steuerbescheid ausgezahlt wird.  

Es werden 1.932 € als Bemessungsgrundlage für die Mobilitätsprämie zugrunde gelegt, weil das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag, das den Grundfreibetrag unterschreitet, höher ist (19.488 € -9.000 € =10.488 €).