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2.5 Kappung der Kirchensteuer / Zeile 20

Hauptvordruck Zeile 20

⇒  Kappung der Kirchensteuer

Ebenso wie die Einkommensteuer nimmt auch die Kirchensteuer an der Progression teil. Bei Steuerzahlern mit hohem Einkommen wird die Kirchensteuer durch Kappung begrenzt.  

Um die Progression zu mindern, wird die Kirchensteuer je nach Landeskirche auf 2,75%, 3%, 3,5% oder 4% des zu versteuernden Einkommens herabgesetzt (gekappt).

Beispiel: Berechnung der Kirchensteuer durch Kappung

  • Zu versteuerndes Einkommen                                   130.000 €
  • Einkommensteuer lt. Grundtabelle                              46.500 €
  • KiSt 9 % von 46.500 €                                                   4.185 €
  • Kappung auf 3 % von 130.000 € = KiSt                         3.900 €
  • Der Kappungsgewinn beträgt                                           285 €

Der Kappungsgewinn wird durch niedrigere Einkommensteuer z. T. aufgebraucht, weil die Kirchensteuer als Sonderausgabe abzugsfähig ist.

Wichtig: In einigen Bundesländern wird die Kirchensteuer automatisch gekappt, ansonsten auf Antrag bei der Diözese oder der Landeskirche. Das BVerwG hat den Anspruch auf Kappung für rechtmäßig erklärt (Urt. vom 21.5.2003 – 9 C 12.02).

Quelle: § 7 Abs. 2 Kirchensteuergesetz Baden-Württemberg.