Helfer in Steuersachen

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2.0.2 Aktienüberlassung Zeile 6

Anlage N Zeile 6

⇒   Aktienüberlassung

Die unentgeltliche oder verbilligte Abgabe von Aktien, Genussscheinen und sonstigen Vermögensbeteiligungen am Unternehmen des Arbeitgebers ist Arbeitslohn, der aber teilweise steuerfrei bleibt.

Steuer- und abgabenfrei ist ein Höchstbetrag für die Überlassung von Mitarbeiterbeteiligungen am Unternehmen des Arbeitgebers i. H. v. 360 € im Kalenderjahr. Die Vermögensbeteiligung darf auch durch Entgeltumwandlung finanziert werden (§ 3 Nr. 39 EStG).

Die Beteiligung muss aber als Voraussetzung für die Steuerfreiheit mindestens allen Arbeitnehmern offenstehen, die im Zeitpunkt der Bekanntgabe des Angebots 1 Jahr oder länger ununterbrochen in einem gegenwärtigen Dienstverhältnis zum Unternehmen stehen.

♦   Aktien als Arbeitslohn

Der verbilligte Erwerb von Aktien eines einzelnen Arbeitnehmers ist steuerpflichtig, aber nur,  soweit der Wert der Aktien am Tag des Vertragsschlusses den Kaufpreis übersteigt. Nur dann kann es sich  um Arbeitslohn handeln. Dieser ist, da die Einnahmen nicht in Geld bestehen, nach § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG und damit mit den um übliche Preisnachlässe geminderten üblichen Endpreisen am Abgabeort zu bestimmen (BFH Urteil vom 07.05.2014 - VI R 73/12).

Dies bedeutet: Falls der Rabattfreibetrag von 1.080 € nicht in Betracht kommt, ist eine Einzelbewertung mit den üblichen Endpreisen am Abgabeort abzüglich 4 % vorzunehmen.