Helfer in Steuersachen

Steuern? Mach ich selbst.

2.1.4 Bahncard / Zeile 6

Anlage N / Zeile 6

⇒  BahnCard

Mit dem Kauf der BahnCard erwirbt der Kunde den Anspruch, über einen Zeitraum von einem Jahr Fahrscheine der DB AG und der kooperierenden Beförderungsunternehmen, wie z.B. Privatbahnen und Verkehrsverbünde zu einem ermäßigten Fahrpreis lösen zu können. Die DB AG vertreibt die BahnCard ausschließlich im eigenen Namen und für eigene Rechnung. Die kooperierenden Beförderungsunternehmen verpflichten sich vertraglich gegenüber der DB AG, die BahnCard anzuerkennen und dem Inhaber ebenfalls ermäßigte Fahrscheine auszugeben.

♦   Private Nutzung steuerfrei

Der Arbeitgeber kann Mitarbeitern, die oft auf Dienstreisen sind, eine Bahncard auch zur privaten Nutzung steuerfrei überlassen (§ 3 Nr. 13 oder 16 EStG).

Im Gegensatz zum Job-Ticket empfiehlt sich eine Bahncard bei umfangreicher beruflicher Reisetätigkeit. Dann erfolgt die Anschaffung der BahnCard aus eigenbetrieblichem Interesse, wenn aufgrund einer Prognose während der Gültigkeitsdauer der Bahncard die Preisvorteile die Kosten für die Bahncard übersteigen.

Beispiel

Der Arbeitgeber stellt einem Arbeitnehmer kostenlos eine BahnCard 100 zur Verfügung, die 4.100 € gekostet hat und die er für Dienstreisen, für die Fahrten zur Arbeitsstätte und für Privatfahrten nutzen kann. Betragen die Fahrtkosten für Dienstreisen ohne BahnCard  mindestens 4.100 €, kann der Arbeitnehmer die BahnCard auch für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte und für Privatfahrten nutzen, ohne dafür einen geldwerten Vorteil versteuern zu müssen. Darüber hinaus kann der Arbeitnehmer für seine Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte die volle Entfernungspauschale als Werbungskosten ansetzen.

Quelle: § 3 Nr. 13 oder 16 EStG