Helfer in Steuersachen

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4.1 Unfallrente / Verletztenrente / Zeile 13

Anlage R / Zeile 13

Grundlegend unterscheidet man zwischen einer betrieblichen und einer privaten Unfallversicherung. Der Leistungskatalog ist meistens in etwa identisch, nur die Finanzierung ist anders.

⇒   Rente aus der betrieblichen Unfallversicherung

Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung sind für Pflichtversicherte und freiwillig Versicherte steuerfrei. Dies gilt unabhängig davon, ob sie dem ursprünglich Berechtigten oder seinen Hinterbliebenen zufließen (§ 3 Nr. 1a EStG). Eine Verletztenrente ist somit steuerfrei (FG Baden-Württemberg 16.03.2017 - 11 K 1073/15).

Versicherungsleistungen, die als Ersatz für entgangene oder entgehende Einnahmen gezahlt werden (soweit sie Verdienstausfall ersetzen), sind als – nachträglicher - steuerpflichtiger Arbeitslohn zu erfassen (§ 24 Nr. 1a EStG), anzugeben in Anlage N Zeile 21.

⇒   Rente aus der privaten Unfallversicherung

Renten aus einer privaten Unfallversicherung sind steuerpflichtig (BFH 12.04.2011 – X B 132/10). Sie sind nach § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. bb EStG mit dem Ertragsanteil zu versteuern. Das gilt auch, wenn die Unfallrente nach den Versicherungsbedingungen eine bestimmte Minderung der Erwerbsfähigkeit voraussetzt.

Beispiel:

Steuerzahler A bezieht eine lebenslange Unfallrente aus einer privaten Unfallversicherung in Höhe von mtl. 500 €. A war zu Beginn der Rente 50 Jahre alt. Der Ertragsanteil beträgt gem. der Tabelle in § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. bb EStG = 30 %. A hat 30 % der Jahresrente = 1.800 € zu versteuern.

Anlage R

Keine Eintragung, weil eDaten