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2.4.0 Versorgungsleistungen / Vermögensübertragung Zeile 15-22

Anlage Sonderausgaben / Zeile 15-22

⇒   Versorgungsleistungen / Vermögensübertragung

Als Sonderausgaben abzugsfähige Versorgungsleistungen liegen nur vor, wenn im Gegenzug Betriebsvermögen übertragen wurde (§ 10 Abs. 1a Nr. 2 EStG).

♦   Gezahlte Versorgungsleistungen sind ...

Versorgungsleistungen aufgrund von Vermögensübertragungen, die nach dem 31.12.2007 vereinbart worden sind, können als Sonderausgaben (Zeile 16) berücksichtigt werden, wenn sie im Zusammenhang mit der Übertragung

  • eines Mitunternehmeranteils,
  • eines Betriebs oder Teilbetriebs stehen oder
  • eines mindestens 50%igen GmbH-Anteils stehen wenn der Übergeber als Geschäftsführer tätig war und der Übernehmer diese Tätigkeit nach der Übertragung übernimmt.

Solche Vermögensübertragungen werden vielfach im Zusammenhang mit einer Erbschaft, auch als vorweggenommene Erbfolge oder durch Schenkung zu Lebzeiten vereinbart. Damit ein Sonderausgabenabzug überhaupt möglich ist, muss die Übertragung des Vermögens an Sie entweder voll unentgeltlich geschehen oder zumindest mit einer Gegenleistung, bei der man davon ausgehen kann, dass die Gegenleistung nicht nach dem tatsächlichen Wert des übertragenen Vermögens ausgehandelt worden ist, wie zwischen Fremden üblich.

Anlage Sonderausgaben

  • Es gilt das Korrespondenzprinzip 

Korrespondenzprinzip bedeutet hier: Was der Verpflichtete abziehen kann, muss der Berechtigte - korrespondierend - versteuern. 

Anlage SO

♦   Übertragungen vor dem 01.01.2008 (Altfälle)

Altfälle, also Leistungen aufgrund von vor dem 01.01.2008 vereinbarten Vermögensübertragungen, sind wie bisher abzugsfähig, auch wenn Privatvermögen übertragen wurde (§ 52 Abs. 18 EStG).