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Tipp 01.5 Spitzenverdiener riestern profitabel

Anlage AV / Riester

Manager Frank hält nichts von Riester-Sparverträgen, meint, das sei nur etwas für Geringverdiener. Sein Steuerberater ist da anderer Meinung. Er klärt Frank auf:

Einzahlungen in einen Riester-Sparvertrag sind - bis 2.100 € im Kj. – in voller Höhe als Sonderausgaben absetzbar. Ehepartner können 4.200 € absetzen, wenn jeder unmittelbar zulageberechtigt ist. Wohingegen Altersvorsorgebeiträge nur als Sonderausgaben begünstigt sind, wenn sie in einen Rentenvertrag fließen (Rürup-Rente) und außerdem nur in Höhe von 84 % (Wert für 2017).

Die Höhe der Steuervergünstigung ist davon abhängig, wie hoch der Grenzsteuersatz ist. Ist die Steuerersparnis höher als die Sparzulage, wird der übersteigende Betrag vom Finanzamt erstattet, so das Grundprinzip. Um eine Doppelförderung durch Zulage und Steuerermäßigung zu vermeiden wird die festgesetzte Einkommensteuer um den Zulagenanspruch erhöht. Während die Sparzulage direkt dem Vertrag gutgeschrieben wird, fließt die steuerliche Förderung nicht in den Vertrag ein, sondern steht dem Sparer frei zur Verfügung.

Beispiel

Frank ist alleinstehend. Der Steuerberater rechnet ihm vor:

Einzahlung in einen zertifizierten Sparvertrag 1.900 €
+ Altersvorsorgezulage 154 €
Als Sonderausgaben absetzbar (höchstens 2.100 €) 2.054 €
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Steuervorteil bei 40 % Steuersatz: ESt            821 €
+ KiSt 9 % 73 €
+ SolZ 5.5 % 45 €
Zusammen 939 €

Im Gegenzug wird die erhaltene Sparzulage der festzusetzenden Einkommensteuer in folgender Höhe hinzugerechnet:

Altersvorsorgezulage 154 €
+ KiSt 9 % 13 €
+ SolZ 8 €
Zusammen 175 €

Per Saldo ergibt sich ein finanzieller Vorteil von (939 € - 175 € =) 764 €. Dies sind rd. 40 % der geleisteten Sparbeiträge in Höhe von 1.900 €.

Quelle: § 10a EStG, §§ 79 bis 99 EStG