Helfer in Steuersachen

Steuern? Mach ich selbst.

2.3.0 Ersatzleistungen Zeile 43-44

Hauptvordruck

Einnahmen, die als Ausgleich für weggefallenes bzw. fehlendes Arbeitseinkommen gezahlt werden, sind nach § 3 Nr. 2 EStG steuerfrei, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt (§ 32b EStG). Sie sind deshalb in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Durch Anwendung des Progressionsvorbehalts durch das Finanzamt erhöht sich indirekt die Einkommensteuer. 

Mehr erfahren: ? Suchen anklicken und den Begriff >Progressionsvorbehalt< eintragen.

Wir unterscheiden zwischen Einkommensersatzleistungen von Seiten der Agentur für Arbeit und Lohnersatzleistungen, die der Arbeitgeber auszahlt.

♦   Einkommensersatzleistungen / von der Bundesagentur für Arbeit

Die Leistungsbeträge werden von der Agentur für Arbeit elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt und sind nicht einzutragen. Möchten Sie von diesen Daten abweichen, sind die abweichenden Daten einzutragen.

Hauptvordruck Papierformular

Einkommensersatzleistungen sind insbesondere

  • Insolvenzgeld (einschließlich vorfinanziertes Insolvenzgeld);
  • Arbeitslosengeld (ohne sog. Arbeitslosengeld II), Teilarbeitslosengeld, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt, Übergangsgeld;
  • Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Verletztengeld, Übergangsgeld oder vergleichbare Einkommensersatzleistungen nach den sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften.

♦   Lohnersatzleistungen / vom Arbeitgeber  

Lohnersatzleistungen, soweit sie nicht unter Nr. 15 in der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen sind, tragen Sie in Anlage N Zeile 28 ein. 

Anlage N Papierformular

Auch diese Leistungen liegen beim Finanzamt bereits vor (eDaten) und müssen nicht eingetragen werden. 

Zu den Lohnersatzleistungen gehören insbesondere

  • Kurzarbeitergeld,
  • den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld sowie
  • Zuschläge und Aufstockungsbeiträge ausgewiesen.

Auch diese steuerfreien Leistungen unterliegen bei der Veranlagung dem Progressionsvorbehalt (§ 32b Abs. 3 EStG).