Helfer in Steuersachen

Steuern? Mach ich selbst.

1.1.5 Ersatzleistungen / Progressionsvorbehalt

Anlage N

Zusammenfassung / Begriff

Ersatzleistungen zum Einkommen oder zum Arbeitslohn sind steuerfrei, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt. 

  • Progressionsvorbehalt

Nach § 32b EStG ist bei bestimmten steuerfreien Einnahmen der Progressionsvorbehalt anzuwenden. Zu diesen steuerfreien dem Progressionsvorbehalt unterworfenen Einnahmen gehören insbesondere

  1. Arbeitslosengeld, Teilarbeitslosengeld, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt, Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld,
  2. Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Verletztengeld,
  3. Mutterschaftsgeld, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld 

Dabei werden dem zu versteuernden Einkommen diese Einnahmen hinzugerechnet. Der sich danach ergebende Steuersatz wird auf das zu versteuernde Einkommen angewendet. Diese Berechnung wird im Rahmen der Veranlagung vom Finanzamt durchgeführt.

Wirkung des Progressions: Die Steuerfreiheit von Einnahmen hat nicht nur die Steuerbefreiung dieser Einnahmen zur Folge, sondern auch eine Minderung der Steuerprogression für die nicht von der Einkommensteuer befreiten Einkommensteile. Diese Wirkung wird durch die Anwendung des Progressionsvorbehalts verhindert.  

Zu unterscheiden sind Einkommensersatzleistungen und Lohnersatzleistungen.

  • Einkommensersatzleistungen

Dazu gehören insbesondere das Arbeitslosengeld, Elterngeld, Insolvenzgeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld. Die Beträge werden von der Bundesanstalt für Arbeit ausgezahlt und sind deshalb nicht in der Lohnsteuerbescheinigung enthalten und somit zu erklären im Hauptvordruck Zeile 36. Es handelt sich um e-Daten, also im Regelfall keine Eintragungen vornehmen.

Hauptvordruck

  • Lohnersatzleistungen 

Lohnersatzleistungen werden vom Arbeitgeber ausgezahlt. Sie werden deshalb in der Lohnsteuerbescheinigung Zeile 28 ausgewiesen. Im Regelfall sind in der Anlage N keine Eintragungen vorzunehmen, weil die Daten dem Finanzamt bereits vorliegen.