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2.3.0 Ausbildungskosten / Fortbildungskosten Zeile 13-14

Anlage Sonderausgaben

Aufwendungen für die erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium sind keine Werbungskosten. Sie sind nur beschränkt als Sonderausgaben abzugsfähig. Der Sonderausgabenabzug für Erstausbildungskosten ist bis zu einem Betrag von 6.000 € jährlich zulässig (§ 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG).

Demgegenüber können Aufwendungen für die Berufsausbildung und ein Erststudium als Werbungskosten (Fortbildungskosten) - in voller Höhe - abgezogen werden, wenn der Steuerpflichtige zuvor eine Erstausbildung abgeschlossen hat oder wenn die Ausbildung im Rahmen eines Dienstverhältnisses stattfindet (§ 9 Abs. 6 EStG).

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Übernimmt der Arbeitgeber die Fortbildungskosten, handelt es sich nicht um Arbeitslohn. Der Arbeitgeber kann diese Kosten in voller Höhe als Betriebsausgaben abziehen.

Dies bedeutet: Das Finanzamt beteiligt sich an den Kosten Ihrer Erstausbildung bis zu 6.000 € pro Jahr. Bei Ehepartnern sind sind 12.000 € abzugsfähig, wenn sich beide Ehepartner noch in der Ausbildung befinden (§ 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG / Zeile 13 Anlage Sonderausgaben).

Wesentlich mehr lässt sich herausholen, wenn es sich bei den Aufwendungen um Fortbildungskosten handelt, weil diese in voller Höhe abzugsfähig sind (§ 9 Abs. 6 EStG, Zeile 46 Anlage N). 

Ausbildung  Fortbildung
  • Erste Lehre oder Berufsausbildung in einem Land der EU, in der Schweiz, in  Norwegen, Liechtenstein, Island; 
  • Erststudium (egal in welchem Land),
  • Besuch einer allgemeinbildenden Schule.
  • Jede beruflich veranlasste Weiterbildung nach Abschluss der ersten Ausbildung oder des Erststudiums, also z. B.
  1. Studium nach einer Ausbildung (Lehre),
  2. Masterstudium nach einem Bachelorstudium,
  3. Zweitstudium,
  4. Umschulung.
  • Verlustabzug bei Fortbildungskosten

Der Abzug als Ausbildungskosten hat aber  noch einen weiteren Haken: 

Ausbildungskosten wirken sich steuerlich nur aus, wenn Sie steuerpflichtige Einkünfte haben. Außerdem werden Ausbildungskosten nur im Jahr der Zahlung berücksichtigt. Wenn Sie keine oder nur geringe Einnahmen haben, fallen  Ausbildungskosten unberücksichtigt  unter den Tisch. 

Wohingegen nicht ausgeschöpfte Fortbildungskosten durch Verlustvortrag noch in kommenden Jahren abgezogen werden können. Diesen Verlustabzug nach § 10d EStG gibt es bei den Ausbildungskosten nicht. 

Tipp Die Kosten der Berufsausbildung kann nur derjenige geltend machen, der die Ausbildung absolviert und die Kosten getragen hat. Haben Ihre Eltern die Kosten getragen, können Sie die Kosten in Ihrer Steuererklärung nicht angeben. 

Wenn Sie indessen die Kosten selbst bestreiten, weil Ihnen Ihre Eltern Geld geschenkt haben oder Unterhalt zahlen, sind die Voraussetzungen für den Abzug als Ausbildungskosten erfüllt. darfst – also zum Beispiel für Ausbildungskosten).

♦  Regelung im Detail

Aufwendungen für Ihre eigene erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium können sein: 

  • Lehrgangs- und Studiengebühren,
  • Aufwendungen für Fachbücher und anderes Lehrmaterial,
  • Fahrtkosten
  • Unterkunftskosten und Mehraufwendungen für Verpflegung bei auswärtiger Unterbringung.
  • Kosten für technische Geräte / Handy / Laptop

 Anlage Sonderausgaben Papierformular

Das Finanzamt kürzt die geltend gemachten Aufwendungen um 2.000 € auf 6.000 €. Der Rest ist verloren.