Helfer in Steuersachen

Steuern? Mach ich selbst.

2.1.5 Benzingutscheine / Gutscheine Zeile 6

Unter bestimmten Voraussetzungen gelten Gutscheine und Geldkarten als Sachbezug und damit verbunden die Anwendung der 50-EUR-Freigrenze zulässt.

Dies gilt für zweckgebundene Gutscheine, wenn diese ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen und die Kriterien des § 2 Abs. 1 Nr. 10 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) erfüllen. Ebenso sind Gutscheine und Geldkarten als Sachbezug anzuerkennen, die Waren und Dienstleistungen aus einer sehr begrenzten Waren- und Dienstleistungspalette zum Gegenstand haben, etwa Benzingutscheine einer bestimmten Mineralölgesellschaft bzw. Fahrberechtigungen bei öffentlichen Verkehrsanbietern. Die Anzahl der Akzeptanzstellen bzw. der Bezug im Inland sind in diesem Fall ohne Bedeutung.

Das heißt: Sachbezüge unter Einsatz von Gutscheinen und Geldkarten sind steuerfrei, wenn die sich ergebenden Vorteile insgesamt 50 € (Wert ab 2022) im Kalendermonat nicht übersteigen. Entscheidend ist, dass mit der Arbeitgeberleistung Waren oder Dienstleistungen zugewendet werden (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG).

Die Steuerbefreiung bis 50 € ist deshalb in folgenden Fällen denkbar:

  • Gutschein eines Kaufhauses, einer Buchhandlung bis 50 € ist steuerfrei
  • Tankgutschein über Kraftstoff im Wert bis 50 € einer bestimmten Tankstelle ist steuerfrei.
  • Firmentankkarte, mit der Sie in einer Vertragstankstelle Ihres Arbeitgebers bis 50 € im Monat tanken dürfen, ist  steuerfrei.